Die Idee

Am 7. August 2002 fanden sich im Turmzimmer des Karlsruher Schlosses, an dem Ort, an dem 1715 der erste Grundstein gelegt wurde und dessen Mitte zugleich den geometrischen Brennpunkt der Radialalleen bildet, ein Dutzend Frauen und Männer zusammen. Gemeinsam mit dem inzwischen pensionierten „Schlossherrn“ Professor Harald Siebenmorgen und Anton Goll, damaliger Geschäftsführer der „Majolika Keramik Manufaktur Karlsruhe“ wurde der Verein „Sonnenfächer Karlsruhe e.V.“ ins Leben gerufen. Der Verein sollte der Idee von Bernhard Burger und Christian Giese, die Fächerstaßen mit goldgelben Fliesenbändern zu versehen und damit den charakteristischen Fächergrundriss hervorzuheben, Schub geben und für die Realisierung bis 2015 zum 300. Stadtgeburtstag zu sorgen.Mittlerweile ist daraus ein weltweit einzigartiges Kultur- und Kunstprojekt entstanden.

In den markierten Bereichen sollen die Fächerstraßen mit Sonnenfächer-Fliesen belegt werden

Die Stadtverwaltung hatte bereits 2004 in einer Befragung der Bürger zu Projekten für den 300. Stadtgeburtstag um Mithilfe gebeten. Das Projekt „Sonnenfächer“, entstanden aus 2 von 16 Arbeitsgruppen der „Bürgerbeteiligung CITY 2015“, fand dabei allumfängliche Zustimmung. Die Idee, den Fächer, also den weltweit architektonisch einmaligen Karlsruher Stadtgrundriss, mit den Sonnenfächer-Fliesen zu unterstreichen, erzeugte vor allem dadurch Begeisterung, weil sich sowohl die Tagesbesucher als auch die abendlichen Spaziergänger und Nachtschwärmer an diesem einzigartigen Kunstprojekt erfreuen können.

Verlegung Sonnenfächer Karlsruhe – Bernhard Burger (Bild mitte) beim Verlegen der ersten Fliesen in der Waldstraße im Jahr 2004
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